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Volkstanzkreis Rosenheim e.V. Bayern Vernetzt
 
 

Wer san´ ma

"Mit 53 Jahren (Stand 2019) ist der Volkstanzkreis jünger als viele Trachtenvereine, aber einer der ältesten seiner Art. Entstanden ist er aus den Bemühungen, die regional überlieferten Volkstänze wieder zu verbreiten.

 

Ähnlich wie der Kiem Pauli, der in Oberbayern die Volks­lieder und die Volks­musik wieder­belebte, nahm sich Georg von Kauf­mann um die regionalen Volks­tänze an: er sammelte, was überliefert war, und gab es in Volkstanz­kursen weiter. Als auch im Rosen­heimer Raum das Inte­resse an den Volkstänzen immer mehr zunahm, berei­tete Werner Krämer aus Rosenheim die Grün­dung des Volks­tanz­kreises vor.

 

Aufgrund einer Zeitungsmeldung im OVB haben sich am 01.09.1966  33 Interessenten im kleinen Saal des Hotels Hofbräu in Rosenheim zur konstituierenden Versammlung eingefunden und den Volkstanzkreis Rosenheim ins Leben gerufen. In einer offenen Abstimmung wurde Werner Krämer als Tanzmeister und gleichzeitig als Leiter des Volkstanzkreises gewählt.

 

Bis 23.06.1970 blieb Werner Krämer Vorstand und Tanzmeister beim Volkstanzkreis. Aus familiären und beruflichen Gründen war es ihm nicht mehr möglich, sich um die Geschicke des Vereins zu kümmern und so wurde bei der Jahreshauptversammlung am 23.06.1970 Herbert Bogensberger zum 1. Vorstand gewählt.

 

Heute besteht der Verein aus ca. 140 Mit­glie­dern (davon ca. 40 aktiv). 


In der Satzung des Volkstanzkreises Rosenheim, der zum 06. Juli 1971 als Verein ins Vereinsregister eingetragen wurde, wurde festgelegt, dass der Volkstanzkreis den Zweck hat, den Volkstanz, das Volkslied, die Volksmusik und die ursprüngliche Tracht im bayer. Kulturkreis sowie die Forschung darüber zu pflegen und zu fördern.


Wir sind ein Tracht tragender Verein, aber kein Trachten­verein. Der Volkstanzkreis ist zwar Mit­glied in mehreren tradi­tions­­bezo­ge­nen Ver­einen (z.B. Baye­rischer Landesverein für Heimtatpflege, Förder­verein für Bayerische Sprache, Förderer des Volks­musik­archivs des Bezirks Oberbayern), gehört aber keinem Dach­verband an.


Das Hauptanliegen unseres Vereins ist die Pflege und Verbreitung der heimatlichen Volkstänze. Das bedeutet aber nicht, dass für uns die Welt an den Grenzen des Chiemgaus zu Ende ist. Für unsere Auftritte wie beispielsweise beim Rosenheimer Bürgerfest oder im Rahmen des Kulturprogramms von Seminaren und Tagungen haben wir uns ein Repertoire erarbeitet, das viele schöne und teilweise recht anspruchsvolle Volkstänze auch aus anderen Gegenden umfasst. Damit soll gezeigt werden, wie vielfältig die Volkstanzlandschaft ist und dass Volkstanz ein kulturelles Element ist, das über alle Grenzen hinweg die Menschen verbindet. So umfasst unser Repertoire inzwischen auch Volkstänze aus Niederbayern und den alpenländischen Nachbarländern, aus den deutschen Sprachinseln in Osteuropa sowie aus Norddeutschland, Frankreich, England und den USA.


Außerdem pflegen wir Kontakte zu anderen Volkstanzkreisen in Deutschland und im Ausland.


In unserem Verein sind alle Altersgruppen vertreten und es wird sehr viel Wert auf Spass, Freude am Tanzen, gute Laune und geselliges Beisammensein gelegt. Um auch heranwachsenden Kindern und Jugendlichen, die Spaß an der Bewegung und der Musik haben, die Möglichkeit zu bieten altersgerechte Tänze und Tanzspiele zu erlernen, werden durch Eigeninitiative einiger Mitglieder Tanznachmittage angeboten.


Hinter all dem steht viel ehrenamtliche Arbeit und Engagement aller Vereinsmitglieder. Für diese Arbeit wurde dem Ehepaar Bogensberger (1. Vors. und 1. Kassier) stellvertretend für viele im Verein im Jahr 2000 das Ehrenzeichen des Bayer. Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern durch Herrn OB Dr. Stöcker, verliehen. Worüber alle schon ein bisschen stolz sind und sich sehr freuten.“