Schriftgröße:
Volkstanzkreis Rosenheim e.V. Bayern Vernetzt
 

Herbsttanzl 2018

20.01.2019

Volles Haus beim letzten Volkstanz der Saison

Kirnstoaner Tanzlmusi begeisterte beim Herbsttanzl des Rosenheimer Volkstanzkreises

Volkstanzfreunde aus dem ganzen Umland und auch aus Tirol füllten den Saal beim Kistlerwirt in Bad Feilnbach bis auf den letzten Platz, als der Rosenheimer Volkstanzkreis sein Herbsttanzl veranstaltete. Dazu spielte die Kirnstoaner Tanzlmusi mit Harfe, Gitarre, Hackbrett, Flügelhorn, Posaune, Kontrabass, Tuba, Steirischer, Akkordeon und zwei Klarinetten auf. Allein schon das Zuhören wäre ein Genuss gewesen. aber an ein Sitzenbleiben war gar nicht zu denken. Die fünf Musikanten spielten mit so viel Begeisterung und großem Können, dass es unwiderstehlich in die Füße ging.

Ohne Programm, aber mit einem sicheren Gespür für die Stimmung stellte der Erste Vorstand des Volkstanzkreises, Herbert Bogensberger, als Tanzlführer mit den Musikan­ten abwechslungsreiche Tanzrun­den zusammen, bei denen alle auf ihre Kosten kamen, er dirigierte souverän mit viel Fingerspitzengefühl die große Schar der Volkstanzfreunde und sorgte für ein unbeschwertes Tanzvergnügen, indem er alle Figu­ren­tänze kurz vorzeigte. Die Besucher erbaten sich nach praktisch jeder Runde von den Kirnstoanern mit viel Beifall eine Zugabe und hätten es auch noch mit einer zweiten probiert, wäre da nicht das Pausenzeichen der Musikanten gewesen. So aber hieß es: „a neuer Tanz, a neues Dirndl“, wie es bei den Veranstaltungen des Rosenheimer Volkstanzkreises seit über 50 Jahren der Brauch ist.

Walzer, Polkas, Boarische, Zwiefache, dazu die überlieferten Chiemgauer Figurentänze - das allein hätte schon für einen abwechslungsreichen Tanzabend gereicht. Aber kein Volkstanzabend des Rosenheimer Volkstanzkreises ohne die Münchner Française; „ein bisserl vornehm und ein bisserl leger“ bildet sie immer den Auftakt zur zweiten Halbzeit des Abends. Dabei grüßen sich die Paare erst höflich und kurz darauf springen die Burschen voller Lebensfreude jauchzend in die Mitte der langen Reihen, um miteinander zu tanzen. Etwas anspruchsvoller sind die fünf Touren mit den unterschiedlichen Paareinteilungen schon, aber weil der Tanzlführer alle Figuren ansagte, waren sich alle Paare einig, dass sie es wieder „Ausgezeichnet!“ gemacht hatten.

Die Kirnstoaner Tanzlmusi ist weit über die Grenzen des Chiemgaus hinaus gefragt und hat deswegen auch Volkstänze aus Österreich und Niederbayern im Repertoire. Damit konnte der Volkstanzkreis seinen Besuchern die Möglichkeit bieten, tänzerisch auch über den Chiemgau hinauszuschauen, und die Besucher tanzten beim St.-Bernhards-Walzer oder dem Marschierboarischen genauso begeistert mit wie bei den hei­matlichen Volkstänzen.

Besonders bei den Tänzerinnen heiß begehrt sind die Eintrittszeichen, die von Vroni und Hans-Dieter Haberlander, zwei handwerklich begabten Vereins­mitgliedern, immer passend zum Thema des jeweiligen Volks­tanzabends angefertigt werden. Die schönsten werden fast wie Jagdtrophäen am Körberl befestigt, das beim Trachteng’wand die Handtasche ersetzt, und manche Tänzerin hat es schon auf eine ganz beachtliche Sammlung gebracht.

Viel zu schnell war der Abend vergangen, als nach Mitternacht der Aufruf zur Schlusstour kam. Bei der Schlussrunde zogen die Musikanten noch einmal alle Register ihres Könnens und die Volkstanzfreunde hät­ten sich von den Kirnstoanern gern noch manche Runde aufspielen lassen, zumal es der letzte Volkstanz vor der Winterpause war. Als Trost konnten die Volkstanzfreunde schon die Termine mitnehmen, an denen der Rosenheimer Volkstanzkreis im kommenden Jahr wieder zum Volkstanz einladen wird, angefangen beim Lichtmeßtanzl, zu dem die Frasdorfer Tanzlmusi aufspielen wird.

Bad Feilnbach , 19.10.2018 Bericht und Fotos: Andreas Grün

 

Foto: Beim Vortanzen